die Ausstellenden v.l.n.r.: Tina von Bichowski, Guido Deinl, Katrin Nöldeke-Rambadt, Nadia Hellmons, Norbert Kasten, Irma reichnbächer, Simone Mellenthin, Andrea Stübbe, Gaby Müller, Marion Stark, Friedhelm Schmidt, Dorothea Skolik-Niehues, Heidrun Trapmann, Angelika Telöken
Nicht im Bild: Betty Fenske, Heike Hingst, Ulla Möbus, Asdren Spahija
Kaum zu glauben, bei herrlichstem Frühlingswetter war ab Mittag die ehemalige Kreuzkirche wieder proppevoll. Hungrige BesucherInnen besuchten zunächst das Untergeschoss, wo lauter kleine Kunstwerke als köstliches Fingerfood präsentiert wurden. Und das vielfältige Kuchenbuffet war kaum zu toppen.
Im früheren Kirchenraum war es derweil mucksmäuschen still, denn Ludmilla Stefanie Euler vom Theater Allumette verzauberte das Publikum mit ihrer rührenden Version des Märchens von Rapunzel. Nach etlichem Unbill finden diese und ihr geliebter Prinz doch noch das Glück und Rapunzel wird Mutter – von Zwillingen! Die Eltern Rapunzels, Tochter Rapunzel und ihr Prinz, die Zauberin Frau Gothe, die Zwillingsbabies, sie alle traten als fast lebensgroße Puppen auf. Frische grüne Rapunzeln (in Form von Feldsalat) wurden dabei von Ludmilla verspiesen. Die zahlreichen Kinder im Vorschulalter wurden mit einbezogen und folgten gebannt dem Geschehen. Eine Dreiviertelstunde lang!
Nach kurzer Pause das Kontrastprogramm: Die Stimmbandmaschinisten, das A-capella-Ensemble der freiwilligen Feuerwehr aus Polsum. „Veronika, der Lenz ist da“ schmetterten sie in den immer noch bzw. wieder proppevollen Saal. „Am Brunnen vor dem Tore“, „ein kleiner grüner Kaktus“, heimatliche, nostalgische Gefühle aus vergangenen Zeiten. Und die männlichen Besucher wurden mit ziemlichen guten Tipps heim zu ihren Frauen geschickt: „Ach bitte, lass‘ mich dein Badewasser schlürfen, …, lass‘ mich dich Tag und Nacht verhätscheln und deine schlanken Hüften tätscheln, lass‘ mich heut Nacht dein Troubadour sein und vor dir mich niederknien!“ Na denn.
Nicht nur die ausstellenden KünsterInnen, sondern auch zahlreiche andere Menschen trugen zum Gelingen des Festes bei: Sie haben die KünstlerInnen aus Marl und von außerhalb engagiert (danke, Dorothea!), sich um vielfältige, süße, flüssige und eher salzige kulinarische Ergänzung gekümmert (danke, Marion!), schlaflose Nächte verbracht, Aufgaben verteilt, den Saal vermessen, Stühle geschleppt, Stellwände aufgebaut, Fotos gemacht, wunderbare Texte verfassst, alles im Blick gehabt (danke, Helga!). Und ohne Georg Westphal, den Meister der Technik, die Küchenfee Barbara und Heike Floer, die Fee einfach für alles – ohne sie wäre gar nichts gelaufen!
Zur Finissage war die Stellvertreterin des Bürgermeisters, Birgit Sauer aus Hüls, gekommen. Sie hob das Kulturfest als pulsierenden Mittelpunkt des Stadtteils hervor. Kunst als Fenster zur Seele – an diesem Wochenende sei es weit aufgerissen und sinsener art. ein „Statement für Begegnung im Stadtteil“. So war’s, dem ist nichts hinzuzusetzen!
Kulturverein sinsener art.
Vorsitzende: Helga Harder-Kühne
Mail an die Vorsitzende:
[email protected]
Kassenwart: Andreas Hellmons
