Ein Höhepunkt folgte auf den anderen:
Der vielbeschäftigte neue Bürgermeister Thomas Terhorst hatte es sich nicht nehmen lassen, für ein Grußwort nach Sinsen zu kommen. Ganz beeindruckt lobte er Kreativität und ehrenamtliches Engagement des Vereins.
Dann übernahm die Jugend der Marler Musikschule: Begleitet von seinem Lehrer Rudolf Rautenberg hatte sich Gitarrist Nikolas Stücke der Gruppen Kansas, Dire Straits und Passenger ausgesucht. Ruhig und gekonnt zog der 18-Jährige das Publikum seinen Bann. Der Saal war wieder voll.
Kaum zu glauben: Die Sängerin Victoria Schröber, die mit beeindruckender Stimme Songs wie „Ordinary“ von Alex Warren oder die Hymne für Optimismus (Lady Gaga und Bruno Mars) präsentierte – sie war erst 10 Jahre alt! Motivierende Unterstützung bekam sie, wie auch die zweite Sängerin Lucy Geitz, von Lehrerin Lara Weber. Lucy, 16 Jahre alt, sang sehr emotionale Songs von Bradley Cooper und Lady Gaga sowie Kelly Clarkson. Welche Ausstrahlungskraft, welch erstaunliches Stimmvolumen!
„Was ist denn jetzt schon wieder?“ So lautet der Titel ihres neuen Buchs, aus dem Karin Bröcker-Wagner lustige, erheiternde, aber auch nachdenklich stimmende Kostproben gab. Aufgrund ihrer Stimme ganz klar in der Eifel zu verorten, hat sie doch lange in Marl gelebt und sich aktiv im Kulturverein engagiert. Viele tragen noch heute von Karin gefertigten Schmuck.
Auch im Untergeschoss der Kreuzkirche ging es derweil hoch her, denn kaum jemand konnte dem köstlichen Kuchenbuffet widerstehen! Ab 19 Uhr gab es dazu noch Fingerfood vom Feinsten, so dass es Besucher gab, die gar nicht mehr nach Hause gingen. Durstlöscher an der Theke oben gab es für jeden Geschmack.
Abends gehörte die Bühne dem Bochumer Sigi Kühn, fast schon ein Stammgast bei Sinsener Kulturfesten. Diesmal widmete er sich dem frühen Bob Dylan. Mit Gitarre, Mundharmonika, allerlei Fuß-Geräten und seiner tollen Stimme sorgte er für richtiges Konzert-Feeling. Zur Abwechslung gab er literarische Ergänzungen und bettete die einzelnen Stücke in ihren musikalischen/ zeitgeschichtlichen Kontext, mit Leinwandprojektionen, so dass man richtig etwas lernen konnte. Ganz entzückend die Geschichte der im Alter verbitterten, gestrengen Musiklehrerin Frau Conradi: Bei den Klängen von „Blowin‘ in the Wind“, dieser Hymne ihrer Jugend war sie wie verwandelt, stand sozusagen wieder auf von den Toten!
Nicht ganz so schlimm erging es zum Glück den Zuhörerinnen und Zuhörern, verzaubert waren aber auch sie.
Kulturverein sinsener art.
Vorsitzende: Helga Harder-Kühne
Mail an die Vorsitzende:
[email protected]
Kassenwart: Andreas Hellmons
